Jede Generation hat ein paar Schauspieler, die man einfach bewundern muss; weil sie ihre Rollen mit traumwandlerischer Sicherheit auswählen und eigentlich alles spielen können, weil sie irgendwie schon immer da waren und weil sie sich selbst überhaupt nicht ernst nehmen. Charlotte Gainsbourg ist so eine Schauspielerin. Die Tochter von Serge Gainsbourg und Jane Birkin wurde 1971 geboren und lebt mit dem Schauspieler und Regisseur Yvan Attal zusammen. Mehr muss man über ihr Privatleben nicht wissen. Sie arbeitet seit 20 Jahren als Schauspielerin, singt gelegentlich und bloggt seit Neuestem. Im Alter von 16 Jahren erhielt sie einen César für “L’Éffrontée” (1986). Seitdem ist sie aus dem europäischen Film nicht mehr wegzudenken – unter anderem in “Der Zementgarten” (1993) nach Ian McEwan, unter der Regie von Franco Zefirelli als “Jane Eyre” (1995), in Inarritus “21 Gramm” (2003) oder in Michel Gondrys “Science of Sleep” (2006). Zuletzt wirkte sie in dem hochgelobten Bob-Dylan-Film “I’m not there” (2007) mit, der am 31. Januar 2008 in den deutschen Kinos anläuft. Charlotte Gainsbourg ist eine der (wenigen) Schauspielerinnen, deren Filme man sich bedenkenlos anschauen kann – sie macht einfach nichts Schlechtes.