Charlie Chaplin ist für viele Stummfilme bekannt, wie “Der Tramp” oder “Moderne Zeiten”, und doch drehte er 1940 einen wunderbaren Film über Adolf Hitler, “Der große Diktator”. Seine Hauptrolle in diesem Film bliebt unvergessen.

Charlie Chaplin war Nachfahre wuchs unter ärmlichen Verhältnissen als Kind von Sängern auf. Er erlebte die Filmindustrie von den Zeiten der Filme mit Klavierbegleitung bis hin zu Tonfilmen. Als er 1914 den Tramp spielte, war dies eine stumme Rolle, in der er mit seinen Grimassen brillieren konnte. Er stellte sich das merkwürdige Kostüm mit der Unterstützung anderer Schauspieler zusammen und füllte dann die Figur mit Leben.

Der große Diktator: Charlie Chaplin und die Sprache im Film

In den zwanziger Jahren, als die Filme sprechen lernten, weigerte sich Charlie Chaplin, Dialoge zu sprechen. Selbst in “Moderne Zeiten”, der 1936 gedreht wurde, als es schon längst üblich war, Sprechrollen zu haben, ist der Tramp stumm. Chaplin sagte dazu einmal selbst, dass die Stimme künstlich sei und die Figuren reduziere, während Pantomime ein Ausdruck von komischer Poesie darstelle. Er konnte sich gar nicht vorstellen, wie der Tramp sprechen sollte, also musste er eine andere Figur schaffen.

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Der große Diktator, sein nächster Film, zeigt, dass er mit Sprache doch noch etwas anfangen konnte. In diesem Film hat er seine erste Sprechrolle, die auch noch durch eine sehr spezielle Sprache gekennzeichnet ist.

Chaplins brillante Hitler-Satire:Sprachwitz und Plädoyer

Da es eine Satire auf Hitler war, benutzt Charlie Chaplin deutsche Wörter völlig aus dem Kontext herausgerissen wie “Wiener Schnitzel”. Andere Wörter behält er wegen der Bezüge zur Realität, wie Jude, Ghetto und Konzentrationslager. In “Der große Diktator” ersetzt er bestimmte Ausdrücke mit Kunstwörtern wie “Schtonk” und “Tajuten” und Esperanto für die Beschriftungen im Ghetto. Seine Rede am Schluss allerdings, in der er Werte wie Menschlichkeit und Freiheit verteidigt, ist in einem korrekten Englisch verfasst.

Chaplin kombinierte in dieser Sprechrolle seine pantomimische Begabung mit seinem Empfinden für Poesie in der Sprache. Schließlich konnte er in “Der große Diktator” doch die komische Poesie in der Sprache ausdrücken.