Kino, neue Filme & Schauspieler

Kategorie "Sneak Preview"

Funny Games - Remake

Autor: Fin
3 Dez
1 Kommentar

Michael Haneke hat seine kompromisslose Gewaltstudie “Funny Games” (1997) neu verfilmt.

Wieso, ist mir nicht ganz klar. Der Film ist - auch im Ausland - bekannt geworden. Haneke hat zuletzt mit “Caché” (2005) einen grandiosen Thriller abgeliefert. Der Trailer zum Remake wirkt wie eine 1:1-Kopie des Thrillers mit Ulrich Mühe und Susanne Lothar, bloß, dass sie jetzt Tim Roth und Naomi Watts heißen. Der Film wird vermarktet wie aufregender Horror à la “Saw” oder “Hostel”.

Haneke selbst, vor zehn Jahren: “Ich versuche, Wege zu finden, um Gewalt als das darzustellen, was sie immer ist - als nicht konsumierbar.”

Tja.

Hoffentlich hat er sich das mit dem Remake gut überlegt.

Zum direkten Vergleich stelle ich mal beide Trailer nebeneinander. Wenn Sie sie halbwegs zeitgleich abspielen, werden Sie feststellen, dass die Filme fast identisch montiert sind. Ich hoffe, das gilt nicht für den Streifen insgesamt.

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Krabat

Autor: Fin
3 Dez
0 Kommentare

“Sommersturm”-Regisseur Marco Kreuzpaintner hat sich an eine Verfilmung des Krabat-Stoffs von Ottfried Preußler gewagt. Mit dabei: Daniel Brühl und Robert Stadlober. Hier schon mal der Teaser, der so aussieht, als müsste Harry P. um die Vorherrschaft im Teenie-Fantasy-Grusel-Genre fürchten … ;-)

Den Film sollte man sich vormerken! Start 2008.

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Maskenfresse reloaded

Autor: Fin 1 Kommentar

Rob Zombie hat den modernen Horrorfilm einfach nicht verstanden. Paradoxerweise waren seine pubertären Gewaltstreifen “House of 1.000 corpses” (2002) und “The Devil’s Rejects” (2005) aber so erfolgreich, dass man ihm das Remake von John CarpentersHalloween - Die Nacht des Grauens” (1978) antrug.

Angesichts dieses modernen Klassikers ließ der Regisseur, der eigentlich Rockmusiker ist, sich zu einer “Re-Imagination” hinreißen: Er verlegt die Handlung des Originals in die Gegenwart und verpasst dem wahnsinnigen Serienmörder Michael Myers eine Vorgeschichte. Letztlich hat Zombie also eine Mischung aus Prequel und Remake gemacht; keines von beidem funktioniert.

Umso fremder das Monster, desto gruseliger: Diese Faustregel beherzigen die modernen Horrorfilme, ob “Die Nacht der lebenden Toten” (1968), “Alien” (1979) oder “Das Schweigen der Lämmer” (1991). Wer dagegen Gründe liefert, macht den Horror verständlich, möglicherweise sogar nachvollziehbar. Und das raubt ihm jeden Effekt.

Rob Zombie lässt diese Regel außer acht, wie er sich überhaupt wenig um Spannungsaufbau schert. Das ist der große Fehler seines Films, mag er auch handwerklich einige gute Ansätze haben. Am Unheimlichsten ist noch das populärpsychologische Gebräu aus Tierquälerei, Missachtung und einer klischeetriefenden White-Trash-Familie, mit dem er Myers’ Kindheit anfüllt.

Leider ist der Film andererseits nicht so schlecht, dass mangelnde Qualität ihn schon wieder sehenswert macht, wie das bei Ed Woods “Plan 9 from Outer Space” der Fall ist. Insgesamt vertane Zeit.

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