Kino, neue Filme & Schauspieler

Kategorie "Sneak Preview"

Cloverfield gestartet

Autor: Fin 1 Kommentar

J. J. Abrams’ letzter Streich, der Monsterstreifen “Cloverfield”, hat am Wochenende mal eben 41 Millionen US-Dollar eingespielt.

Da dieser Artikel in einer halben Stunde auch noch lesenswert und aktuell sein soll, verzichte ich auf eine Umrechnung in Euro. Das Einspielergebnis des amerikanischen “Godzilla” ist insofern bemerkenswert, als es der erfolgreichste Januar-Start seit 1997 ist: Damals kamen die überarbeiteten “Star Wars”-Filme in die Säle.

Cloverfield” handelt vom Angriff eines urzeitlichen Monsters - das im Vorfeld des Öfteren mit Lovecraft-Kreaturen verglichen wurde - auf die Stadt New York. Wie in “The Blair Witch Project” wird die ganze Handlung in den verwackelten, pseudo-dokumentarischen Bildern einer Handkamera erzählt.

Der Hype um den Film wurde in den vergangenen Monaten durch eine komplexe, virale Marketingkampagne angespornt; die ersten Kritiken legen nahe, dass die Filmemacher den PR-Strategen ebenbürtig sind… Sobald er in Deutschland startet (31.1.), folgt hier eine ausführliche Besprechung.

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Walden, Teil zwei.

Autor: Fin
7 Jan
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Im August 1992 wurde die Leiche Chris McCandless’ in einem verrosteten Bus in den Wäldern Alaskas gefunden. Sean Penns Adaption von Jon Krakauers Tatsachenroman “Into the Wild” kommt nun ins Kino.

Zuletzt führte Penn im Jahr 2001 Regie bei dem abgründigen Krimi “Das Versprechen” mit Jack Nicholson. Sein neues Werk, das Aussteiger-Drama “Into the Wild“, startet am 31. Januar in deutschen Filmsälen.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Bestseller des amerikanischen Reporters Jon Krakauer, der die (wahre) Geschichte eines jungen Mannes erzählt, der sich aller Habe entledigte, zwei Jahre durch die Vereinigten Staaten trampte und schließlich zu seinem letzten, großen Abenteuer in die Wildnis Alaskas aufbrauch - ein Abenteuer freilich, das er nicht überlebte.

Krakauer lässt die Frage, ob der junge Chris McCandless (im Film dargestellt von Emile Hirsch) als idealistischer Aussteiger oder als naiver Träumer zu betrachten ist, bewusst offen. Penn dagegen zeigt deutlich Sympathien für McCandless - was dem Roadmovie aber keinesfalls schadet. Er fügt der Geschichte einige Elemente hinzu, und dichtet sie um zu einem Hohelied auf individuelle Freiheit und das Recht auf Ideale. Durch den Film weht der Geist großer Außenseiter der amerikanischen Literatur, von Mark Twain über Jack London bis zu Jack Kerouac.

Der Regisseur forscht in McCandless’ Odyssee nach einer anderen, individualistischen Tradition Amerikas, jenseits des Fahnenpatriotismus. Filme dieser Art sind selten, gehören aber oftmals zu den Perlen im Werk ihrer Regisseure - Robert Redfords “Aus der Mitte entspringt ein Fluss” (1992) etwa, oder Edward Zwicks “Legends of the Fall” (1994).

Sean Penn gelingt es, in der Geschichte des Aussteigers McCandless nicht nur den Zauber der Wildnis, sondern auch eine besondere, intime Seite der amerikanischen Seele einzufangen. Ein Film von schmerzhafter Schönheit.

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Keira liebt Oscar

Autor: Fin 0 Kommentare

Der Roman “Abbitte” wurde bei seinem Erscheinen vor fünf Jahren von Kritik und Lesern euphorisch gefeiert.

Klar, dass eine Verfilmung nahelag. Nun läuft sie im Kino, mit Keira Knightley und James McAvoy in den Hauptrollen. Regie führte Joe Wright, der vor zwei Jahren mit “Stolz und Vorurteil” - ebenfalls mit Knightley - bewies, dass er sich auf Literaturverfilmungen versteht. Seine Hauptdarstellerin wurde damals für den Oscar nominiert.

Aber die Zäsur, die dem Roman eine merkwürdige Spannung verlieh, schadet dem Film beträchtlich. Das liegt letztlich an McEwans Geschichte, die sich in ihrer Komplexität - ständig wechseln die Perspektiven und Schauplätze; er schildert die britische Klassengesellschaft der Vorkriegsjahre, danach den Krieg selbst, und reflektiert nicht zuletzt über das Schreiben - gegen eine Leinwandadaption sträubt. Deshalb ist “Abbitte” kein schlechter Film, bloß, an das Buch reicht er nicht heran. Gewiss, werden Sie sagen, das ist ein alter Gemeinplatz: “Die Filme sind nie so gut wie das Buch!”, aber den teile ich nicht. Lesen Sie mal “Das Schweigen der Lämmer” oder “Dracula”. Es gibt sie, und gar nicht so selten, die Filme, die ihre Vorlangen übertreffen. Im vorliegenden Fall war das nur schwer möglich. Dennoch beeindrucken Schauspieler, Musik, Kamera, Ausstattung. In vielerlei Hinsicht ist “Abbitte” sehr gelungen; und der erste Teil fängt die schwüle, dekadente Landhausatmosphäre des Buches hervorragend ein. Er entfaltet sich langsam, zäh, und schnappt umso gemeiner zu - ein boshaftes Kammerspiel mit schlechtem Ausgang. Die Tragödie ist absehbar, und doch nicht vermeidbar - Erotik und Zerstörung liegen bei McEwan dicht beieinander (”Der Trost von Fremden“, “Der Zementgarten”); und auch der Film hat hier seine Stärke. Danach werden die Charaktere durch den Krieg getrennt, und gezwungenermaßen beschreibt Wright den Krieg in Frankreich und die Evakuierung von Dünkirchen, zugleich das Schicksal der Krankenschwestern, die im umkämpften London Verwundete pflegen müssen. Manches wirkt obligatorisch; etwa die massakrierten Nonnen. Anderes ist ehrlich, unmittelbar, und schön. Aber insgesamt kann dieser Film, leider, dem Buch nicht das Wasser reichen. Darf ja auch mal sein, oder?

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Peter Jackson produziert den “Kleinen Hobbit”

Autor: Fin 1 Kommentar

Na endlich - mein persönlicher Lieblingstolkien wird verfilmt! Gestern haben sich die New-Line-Cinema-Studios (”Der Herr der Ringe”, “Der Goldene Kompass“) und Peter Jackson sowie seine Frau Fran Walsh, die ebenfalls maßgeblich an der erfolreichen “Lord of the Rings”-Trilogie beteiligt war, geeinigt. Eigentlich sah es nicht mehr danach aus, als würden sich die Beteiligten der erfolgreichen Tolkien-Filme noch einmal zusammenraufen; in letzter Minute aber - so berichtet der “Spiegel” - habe das Studio schließlich klein beigegeben. Eine Nicht-Beteiligung Jacksons wollte es nicht riskieren - in den vergangenen Monaten drohten unzählige Tolkien-Fans in Blogs und Websites, einen Hobbit-Film, der nicht Jacksons Namen im Abspann trage, zu boykottieren. Wermutstropfen: Regie führen wird der begabte Neuseeländer (”Heavenly Creatures”, “Braindead”) allerdings nicht - Jackson und seine Frau wollen sich auf die Produktion konzentrieren. Ab Januar wollen sie nach geeigneten Drehbuchautoren und Regisseuren Ausschau halten. “Der Kleine Hobbit” soll in zwei Teilen für die Leinwand adaptiert werden. Einen Starttermin gibt es noch nicht.

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Sweeney Todd - Opening Titles

Autor: Fin 0 Kommentare

Jüngst wurden die Opening Titles von Tim Burtons “Sweeney Todd”-Adaption online gestellt. Ich muss gestehen, anfangs hatte ich so meine Bedenken, als es hieß, dass Johnny Depp singen würde. Aber die Bilder sind so glibberig-eklig, die Musik so düster und schwülstig, und überhaupt - von mir aus kann’s losgehen. Sieht so aus, als würde der desginierte WeihnachtsfilmDer Goldene Kompass” dieses Jahr von einer Musical-Kannibalen-Mär ausgestochen.

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The Dark Knight

Autor: Fin 0 Kommentare

Noch ist ein Trailer online … ;-)

Ein hübsches Poster zur “Batman Begins”-Fortsetzung “The Dark Knight“, angekündigt für Sommer 2008. Ist eigentlich ein Teaser-Poster, und es gibt inzwischen die offiziellen - aber dieses hier ist einfach das coolste. Mit dabei sind wieder Christian Bale und Michael Caine, ferner Maggie Gyllenhall (”Secretary”, “Stranger than Fiction”), Jason Reitman (”Thank you for smoking”) und, als Joker, Heath Ledger (”Brokeback Mountain”). Sieht so aus, als hätten die Maskenbilder einiges zu tun gehabt. Ledger hat sich damit was vorgenommen - der Letzte, der den Joker mimte, war Jack Nicholson in Tim Burtons “Batman”; und sein Spiel war, nun - merk-würdig. Mal schau’n, was der Cowboy unserer Herzen draus macht.

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The terrible old Man

Autor: Fin 0 Kommentare

Der Vorleser ist irgendwie merkwürdig. Aber der kleine Amateur-Film nach einer Lovecraft-Geschichte macht Spaß - und ist um einiges besser als die vielen “richtigen” Verfilmungen wie “Dagon” (2001). Die einzigen Lovecraft-Adaptionen, die bisher halbwegs gut waren, sind Carpenters “Mächte des Wahnsinns” und “Re-Animator“, beides ziemlich freie Umsetzungen der ursprünglichen Geschichten. Aber es gibt Hoffnung: “Pans Labyrinth”-Regisseur Guillermo del Torro hat angekündigt, “Berge des Wahnsinns” zu verfilmen… :-)

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Terminator 4 mit Christian Bale?

Autor: Fin
6 Dez
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Dass es einen vierten Teil der erfolgreichen Action-Serie geben wird, steht fest. Und auch, wer definitiv nicht mitwirkt: Arnold Schwarzenegger. Der rettet die Welt nämlich inzwischen jenseits der Leinwand.

Derweil tobt allerdings ein kleiner Gerüchte-Krieg in Hollywood - wer spielt mit? wer nicht? Inzwischen sind die Namen Diesel, Sevigny und Weisz gefallen - alles unter Vorbehalt, versteht sich.

Verlässlicher scheint die Info, dass McG (”Charlie’s Angels”) Regie führen wird und, dass Christian Bale (”Batman begins”) irgendwie mitmacht - das bestätigen die Filmfreunde. McG ist für seine hysterischen toll choreographierten Actionszenen bekannt. Nicht zuletzt hat er uns die “Fastlane” verschafft, den kleinen Bruder von “Miami Vice”.

Ich bin, äh, “gespannt”.

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Indiana Jones 4

Autor: Fin
6 Dez
1 Kommentar

Nach “Rocky Balboa” und “Stirb Langsam 4″ haben sich für das kommende Kinojahr zwei weitere Achtziger-Kinohelden angemeldet: Der unverwüstliche Professor Jones und der humorlose Soldat Rambo.

Von Letzterem erwarte ich nicht besonders viel. Warum? Schaut Euch den Trailer an - 70er-Jahre-Action à la Charles Bronson. Der wesentlich splatterigere, ältere “John Rambo”-Trailer wirft gar die Frage auf, ob man das offekundige Alter des Protagonisten einfach mal durch Blut & Eingeweide kaschieren kann. Irgendwie schade, der erste Teil war gut; und sogar 2 und 3 hatten ihre witzigen Momente.

“Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels” sieht dagegen vielversprechend aus. Was vielleicht daran liegt, dass es bislang keine bewegten Bilder gibt. Aber die bisher veröffentlichten Fotos machen Lust auf mehr. Harrison Ford hat sich zwar in seinen letzten Filmen nicht gerade mit Ruhm bekleckert, und Herr Spielberg, um ehrlich zu sein, auch nicht. Aber was soll schief gehen, wenn die beiden zusammen INDIANA JONES machen?

Eben. :-)

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Verirrt im Wald der Möglichkeiten

Autor: Fin
4 Dez
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“Der Goldene Kompass”, die Verfilmung des ersten Teils von Philip Pullmans Trilogie “His Dark Materials” kommt dieser Tage ins Kino.

Ehrlich gesagt, habe ich die Bücher nicht gelesen. Eine Freundin drückte sie mir irgendwann in die Hand, so um die Abi-Zeit, und dann verstaubten sie ein paar Monate auf meinem Fensterbrett; ich fürchte, ich habe sie nicht mal angefangen. Was mir entgangen ist, habe ich erst in den letzten Wochen erfahren, als - wenigstens in den USA - heftige Kontroversen um die Verfilmung der Fantasy-Trilogie ausbrachen. Ich bin ganz schön zerknirscht.

Worum geht’s? In “Der goldene Kompass” entwirft Pullman ein Parallelluniversum, das dem unseren in weiten Teilen ähnelt. Wissenschaften und Technologie werden betrieben, gleichzeitig herrscht eine (christliche) Theokratie. Jeder Mensch hat einen “Daemon”, ein Tierwesen, das ihn begleitet, ein Teil von ihm ist. In dieser Welt wird die dreizehnjährige Lyra in mysteriöse Geheimnisse verstrickt, als ein Freund verschwindet. Bald befindet sie sich auf einer abenteuerlichen Reise rund um die Welt und bekämpft das Magisterium - eine Organisation, der Pullman bewusst römisch-katholische Züge gegeben hat -, das in abscheulichen Experimenten Kinder von ihren Daemonen zu trennen versucht …

“Meine Bücher handeln davon, Gott zu töten.”

Der bekennende Agnostiker Pullman räumte von Anfang an ein, seine düstere Trilogie bewusst als Gegenentwurf zu C.S. Lewis’ “Narnia”-Büchern verfasst zu haben. Während Letzterer plakativ die Christusgeschichte als Fantasy-Märchen nacherzählt, ist Pullmans Ansatz ein religionskritischer. Zuletzt kamen die Harry-Potter-Bücher von Joanne Rowling in die Schlagzeilen, weil sie in einigen christlichen Schulen aus den Bibliotheken verbannt wurden - Kirchliche Gruppen kritisierten das im wahrsten Sinne des Wortes gottlose Hogwarts-Universum. “His Dark Materials”-Autor Pullman geht noch einen Schritt weiter: “Meine Bücher handeln davon, Gott zu töten.” Die amerikanische Catholic League läuft Sturm. Seinen Titel fand Pullman übrigens in Miltons “Paradise Lost”. Er bezieht sich aber auf ein Zitat von William Blake, wonach Milton sein christliches Epos nur schrieb, weil er unbewusst den Teufel bewunderte… Ich muss dringend in die Bibliothek.

Die ersten Kritiken lassen allerdings kaum ein gutes Haar am Film; zumal Weitz schon vor Monaten verkündete, die kontroversen Aspekte deutlich abschwächen zu wollen - er braucht ja ein Publikum! - und im gutchristlichen Amerika scheint selbst seine “weiche” Version nicht besonders anzukommen. Der “Spiegel” zerreißt den Film in seiner aktuellen Ausgabe (49/2007) in gewohnt polemischer Manier. Dabei hatte der “Herr der Ringe” doch bewiesen, das Werktreue und Erfolg an den Kinokassen keinen Widerspruch bilden müssen. Nun war Tolkien aber Christ, und die Orks erinnern selbst in ihren schönsten Kostümen nicht an katholische Priester…

Wie würde das auch aussehen, ein offen atheistischer Film zu Weihnachten.

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