Cher und Christina Aguillera in einem Film mit Musik, es klingt wie der Schwulenmusicaltraum schlechthin und ist höchstwahrscheinlich auch an dieses Zielpublikum gerichtet.

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Ali Rose (Christina Aguilera) will aus ihrer Kleinstadt hinaus in die Welt und eine berühmte Sängerin werden. Das soll ihr in Los Angeles gelingen, wo sie durch Zufall in die Burlesque-Lounge stolpert und zunächst einmal für die launige Tess (Cher) als Bardame arbeitet. Aber lange kann Tess sich nicht vor den offensichtlichen Talenten der jungen Sängerin verschließen.

Junges Mädchen kommt in die Großstadt und schafft den Sprung, der Plot ist so alt wie das Filmgeschäft selbst und bietet selbst mit viel gutem Willen nicht mehr als das. Aber auch wenn die Prämisse alleine zur goldenen Himbeere reicht, muss man zugeben, dass „Burlesque“ weitaus besser als die ähnlich einfallslose Konkurrenz ist. Christina Aguilera spielt überzeugender als erwartet (und hat Britney Spears damit etwas voraus) und Cher ist sowieso überall großartig.

„Burlesque“ ist bunt, knallig, musikalisch und damit das, was man sich zum Vergnügen anguckt, aber nicht vor Freunden und Kollegen erwähnt.

Ein Musical a la „Cabaret“ wird damit zwar nicht geschaffen, alleine, weil es an Inhalt und vollwertigen Dialogen fehlt, aber zum Anfang des Jahres und den Altlasten von 2010 noch im Hinterkopf, ist „Burlesque“ eine gelungene Ablenkung vom trüben Alltag und hat wahrscheinlich auch nicht mehr als das im Sinn gehabt.

Regie: Steven Antin

Drehbuch: Sia, Linda Perry, Cher, Christina Aguilera u.A.

Darsteller: Cher, Christina Aguilera, Kristen Bell, Alan Cumming, Stanley Tucci

Musik: Steven Antin, Diablo Cody, Susannah Grant