Von den Anfängen und dem Ende der Liebe erzählt dieses Drama mit Ryan Gosling und Michelle Williams. Der Weg dahin ist schwierig, sowohl für die Protagonisten, als auch den Zuschauer.

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Der eine Mensch, für den man bestimmt ist, Dean und Cindy glauben, dass sie ihn ineinander gefunden haben. Doch Jahre später scheint sie nur noch die Routine und ihre Tochter Frankie zusammen zu halten. In einem verzweifelten Versuch, die Scherben zu kitten, verbringen sie eine Nacht in einem Motel.
So optimistisch, herz erwärmend und süß die Szenen der ersten Liebe zwischen Dean und Cindy sind, so schmerzvoll ist es, den beiden am Ende ihrer Ehe zu zu sehen, weshalb besonders die Liebesszenen kaum zu ertragen sind, zu intim, zu traurig erscheint das Sterben der Gefühle inmitten eines kitschigen und billigen Hotelzimmers. Michelle Williams und Ryan Gosling waren bereits 2001/2003 an Bord, den Film zu drehen, doch erst 2009 kam es zur endgültigen Finanzierung, jedoch gerade so viel, dass Regisseur Derek Cianfrance sein gesamtes Gehalt in das Projekt investierte.
Williams und Gosling improvisierten viel am Set, als starke Charakterschauspieler war das auch kein Problem, zudem sie zur Vorbereitung einige Zeit in einem kleinen Bungalow lebten, um sich in ihren Rollen und deren Spannungen ein zu fühlen. Besonders die liebevolle Art und Weise, wie sich das verfremdete Ehepaar um die Tochter kümmert, auch wenn Dean nicht ihr leiblicher Vater ist, verdeutlicht den Konflikt, den sie vor dem eingefallenen Kartenhaus ihrer Ehe austragen müssen.
Blue Valentine ist intensiv gespielt und zeigt auf, wie sehr solche Filme von guten Hauptdarstellern abhängig sind. Außerdem zeigt sich hier, dass die besten Dramen schwierig sind, man sich teilweise zwingen muss, hin zu sehen, weil die Trauer, die Wut und die Hoffnungslosigkeit zu ehrlich und intim sind, um einfach nur zu “unterhalten”.

Ab dem 4.8.2011

Regie: Derek Cianfrance
Drehbuch: Derek Cianfrance, Cami Delavigne, Joey Curtis
Darsteller: Michelle Williams, Ryan Gosling,
Musik: Grizzly Bear