Sobald die Oscars vergeben wurden, traut sich auch Deutschland endlich, die Gewinner in die Kinos zu bringen.

[youtube BFxI2Td9xmM]

Michael Oher (Quinton Aaron) ist ein Kind, das im System unter zu gehen scheint. Von einer Pflegefamilie zur nächsten, von einem Waisenhaus zum anderen hat er keinen sozialen Halt und dennoch einen ausgeprägten Gemeinschaftssinn.
Als er sich an seiner neuen Schule mit SJ (Jae Head) befreundet, wird er nach und nach in dessen Familie (unter Anderem Sandra Bullock als Mutter) integriert, die ihm auch dabei hilft, als Footballspieler eine Zukunft auf zu bauen.
Für “Verrückt nach Steve” bekam sie die goldene Himbeere, für “Blind Side” gab es den Oscar für die beste Schauspielerin, es war ein aufregendes Jahr für Sandra Bullock.
Kritiker stimmten überein mit Bullocks Performance, waren sich aber uneinig darüber, wie sie den Film fanden. So meint die eine Seite, dass es sich dabei um einen herzerwärmenden Film zum Wohlfühlen handelt, der die wahren Ereignisse mit viel Gefühl auf die Leinwand gebracht hat, während die andere Seite ein wenig über die geradezu bonbon-rosane Welt verzweifelt, die in dem Film dargestellt wird, so dass sich die Familie vollkommen Konflikt-frei durch die rund zwei Stunden liebt, ohne einmal etwas ‘realistisch’ zu werden.
Demnach sei jedem Pessimisten und Zyniker wohl doch lieber ein kantiges Drama a la “Precious” empfohlen, während alle Optimisten mit Sandra Bullock und Quinton mitfühlen können, ohne an der Welt zu zerbrechen.
Ab dem 25.3.2010 in unseren Kinos

Regie: John Lee Hancock
Drehbuch: Michael Lewis, John Lee Hancock
Darsteller: Quinton Aaron, Sandra Bullock, Jae Head, Kathy Bates
Musik: Carter Burwell