Wirklich gute Filmparodien gibt es mittlerweile so selten, dass man fast davon ausgehen kann, dass es sich hierbei um eine aussterbende Spezies handelt. Der neuste Parodienstreich aus den USA ist eifrig dabei, einen weiteren Nagel in den Sarg zu hämmern.

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Becca zieht in eine neue Stadt und lernt dort gleich zwei heiße Typen kennen, die zu ihrer Überraschung jeweils Vampir und Werwolf sind. Wird sie sich zwischen einem der Beiden entscheiden können?
Die Plotline jeder schlechten Parodie ist nebensächlich und kaum vorhanden, da die meisten Regisseure und Drehbuchautoren davon ausgehen, dass eine Aneinanderreihung von Witzen ausreicht, mehr als anderthalb Stunden Film zu tragen. Das stimmt leider nicht, was vorwiegend daran liegt, dass weder die Schauspieler noch das Drehbuch genügend komisches Talent hergeben, um das verruchte Parodien-Genre aus dem Dreck zu ziehen.
Die unfreiwillige Komik der originalen Twilight-Reihe ist eigentlich amüsanter als die Parodie, was die Macher anscheinend auch wussten, ansonsten hätten sie den Kritikern vor Ausstrahlung sicherlich ein oder zwei Probevorführungen gegönnt, um dem geneigten Kinogänger einen Daumen nach oben oder unten zu geben.
Fans wird es sicherlich trotzdem geben, alleine weil der Vampirrummel mehr als einen Gegner hat, aber ob “Beilight” dann auch hält, was er verspricht ist mehr als fraglich, denn an “Loaded Weapon” oder “Hot Rod” kommt der Film selbst mit viel Wunschkraft nicht heran.

Ab dem 9.9.2010 im Kino.

Regie: Jason Friedberg
Drehbuch: Jason Friedberg, Aaron Seltzer,
Darsteller: Matt Lanter, Chris Riggi, Jenn Proske
Musik: Christopher Lennertz, Paul Jabara, Paul Shaffer