Verfilmungen von Brettspielen sind aus gutem Grund eher Inspiration für Sketche, denn Mensch ärger dich nicht, Backgammon und Co neigen nicht gerade zu gutem Storytelling. Battleship aka Schiffe versenken macht da keine Ausnahme, den passenden Kinofilm gibt es dennoch.

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Zwischen hawaiianischen Inseln bieten sich amerikanische Flotten mit außerirdischen Mächten ein spannendes Katz und Maus Spiel, in dem Strategie und Glück eine große Rolle spielen.

Natürlich kann man mit gutem Willen eine Verbindung zum gleichnamigen Hasbro Spiel finden, allerdings lässt sich diese dann auch mit anderen Kriegsfilmen auf See sehen, warum also wirklich ein Strategiespiel ohne große Story und vor allem ohne Außerirdische (soweit ich mich erinnern kann) dazu herhalten muss, einen Actionblockbuster Pate zu stehen, liegt jenseits meiner Vorstellungskraft.

Für die Spannung – oder aber der Mangel daran – wird er Zuschauer beide Seiten erleben, also nicht nur die Menschen, sondern auch die Außerirdischen. Somit weiß das Publikum genau, wo sich welche Schiffe befinden, was in etwa so ist, wie wenn man zwei Leuten beim Schiffe versenken zusieht. Zumindest beim Spiel ist das weniger aufregend, aber wer weiß, was Universal Pictures daraus macht.

Regisseur Peter Berg hat bis dato “Hancock” und “The Kingdom” gedreht, beides Filme, die eine gute Prämisse, aber fragwürdig bis schlechte Ausführungen hatten, da “Battleship” offensichtlich die schlimmste Prämisse hat, die man sich vorstellen kann (es sei denn, sie fangen demnächst an, Filme über Sudoku zu drehen), wird es hier vielleicht genau umgekehrt sein. Mit Alexander Skarsgard aus “True Blood” und Liam Neeson könnte das vielleicht sogar gelingen, obwohl der Rest der Schauspieler eher nicht so überzeugend wirkt. Taylor Kitsch, Brooklyn Decker und Rihanna in ihrer ersten Schauspielrolle – ehrlich gesagt ist es auch egal, denn im besten Fall ist “Battleships” so ein CGI-Fest, dass es niemanden interessiert, welche Schauspieler da zwischen außerirdischen Robotern und Kampfmaschinen umher irren.

Ab dem 26.4.2012 im Kino, alle “Transformers”-Fans werden sich freuen, der Rest kann diesen Film auch gerne aussitzen.

Regie: Peter Berg
Drehbuch: Jon und Erich Hoeber
Darsteller: Taylor Kitsch, Alexander Skarsgard, Brooklyn Decker, Liam Neeson
Musik: Steve Jablonsky