Seit der Trend angefangen hat, alte Horrorfilme neu aufzulegen, anstatt sich etwas Neues einfallen zu lassen, gibt es kein Halten mehr. Die Ergebnisse sind allesamt durchwachsen, vor allem, wenn es sich um echte Klassiker handelt.
“The Last House on the Left” gehört zur Geschichte des schockierenden, aber auch stark sozial-kritischen Horrors: Ein Ehepaar nimmt während eines Unwetters ein paar Jugendliche auf, nichtsahnend, dass es sich um die Vergewaltiger und Peiniger ihrer Tochter handelt. Daraufhin entschließen sie, sich an den Monstern zu rächen.
Das man bei einer romantischen Komödie nicht erwartet, von der Story überrascht zu werden ist ja klar, wenn die Chemie der Hauptdarsteller stimmt, dann ist das auch vollkommen in Ordnung.
Lucy Hill (Renée Zellweger) lässt sich ausgerechnet ins gottverlassene und dazu noch eisig kalte Minnesota versetzen, um dort eine Fabrik auf Vordermann zu bringen. Von den Frauen der Stadt wird sie zunächst freundlich aufgenommen, aber weder die Fabrik-Mitarbeiter, noch der Vorstand der Arbeiterunion Ted (Harry Connick Jr.) machen es ihr leicht, kein Wunder, liegen doch ihre Arbeitsstellen in Lucys Händen…
Beyonce konnte man ja schon in diversen Filmen sehen, in denen sie gar nicht mal so schlecht abgeschnitten hat, in dem neuen Thriller Obsessed wird es ihr allerdings schwer gemacht.
Die Produktion, die - wenn man sich die Credits am Anfang durchliest - aus dem Hause Knowles zu kommen scheint, läuft an wie ein Musikvideo und kann diesen leicht glamourös, schlussendlich aber zu glatten Stil nicht ablegen, so dass man das Gefühl nicht los wird, es hier mit einer gut produzierten Soap Opera zu tun zu haben.
Die Geschichte ist schnell erzählt, vor allem für diejenigen, die “Eine Verhängnisvolle Affäre” mit Meryl Streep und Michael Douglas kennen.
Toller verheirateter Typ lernt gut aussehende Frau kennen, die ihn verführt, sich aber zu einer hysterischen Psychopatin entwickelt, als er sie los werden will. Was folgt sind dramatische Szenen und Stutenbissigkeit a la Carte.
Allerdings mangelt es den Schauspielern an der Brillianz einer Meryl Streep oder eines Michael Douglas und der Kinofilm, der eigentlich ein Fernsehfilm sein könnte, enttäuscht indem er vorhersehbar vor sich hin plätschert und den Schauspielern keinerlei Gelegenheit bietet, sich sonderlich hervor zu tun.
Besonders die Dialoge sind teilweise einfach nur erschreckend banal und stereotypisch, so dass man sich nicht mit den Protagonisten identifizieren kann, es aber auch nicht möchte, weil sie allesamt ein wenig zu glatt geraten sind.
Fazit: Für Beyonce Fans ist es immer noch ein solider Versuch, mit einem gestriegelten Look, für alle anderen sollte der DVD-Veröffentlichungstermin das Datum für den Terminkalender sein, da der Film viel eher zuhause in den Flimmerkasten passt, als auf großer Leinwand, mit überteuertem Popcorn im Schoß.
Spike Jonze hat es geschafft. Von fantastischen Musikvideos zu einzigartigen Filmen. Nach surreal obskuren Dramödien wie Being John Malkovich oder Adaption hat er sich jetzt an einen Kinderbuchklassiker gewagt, den man eigentlich für unverfilmbar halten könnte.
Wo die wilden Kerle wohnen (zu engl. Where the Wild Things Are) ist eine Geschichte, in der es um Mut, das Erwachsenwerden und viele Monster geht.
Der Film ist derartig bildgewaltig, dass man sich jede zweite Bildeinstellung als Poster hin hängen könnte, die wilden Kerle sind tatsächliche Schauspieler in riesigen Anzügen, bei denen nur die Gesichter animiert wurden, was den Kreaturen sehr viel Realismus einhaucht.
Mit einem Indiemusik-inspiriertem Soundtrack (u.A. von Karen O, Sängerin der Yeah Yeah Yeahs geschrieben) erhält der Film eine weitere Komponente, die das Erlebnis sicherlich gleichwohl für Kinder als auch Erwachsene attraktiv macht.
Nachdem lange nichts genaues über das Schicksal des Filmes bekannt war (es kursiertem beispielsweise Gerüchte, dass er komplett neu gedreht werden sollte, weil man mit Jonzes Vision nicht überein kam), soll er jetzt im kommenden Herbst (22.10.2009) endlich die Leinwände schmücken.
Besonders angenehm ist die Besetzung des Jungen Max mit Max Records, der bis dato erst in zwei Filmen mitgespielt hat und dem märchenhaften Abenteuer daher ein frisches Gesicht bietet. Geht man davon aus, dass heutzutage alle Kinderrollen mit denselben 4 Jungschauspielern besetzt werden, ist es eine mutige, aber auch willkommene Entscheidung, einen Jungen zu besetzen, den man nicht schon mit einem Dutzend anderer Rollen verbindet, so das “Wo die wilden Kerle wohnen” zu dem unkonventionellem Kinderfilm werden kann, der er mit einem Namen wie Spike Jonze höchstwahrscheinlich auch wird.
Nachdem die High School Musical Reihe endlich ihr wohl verdientes Ende gefunden hatte, waren die Augen vor allem auf einen gerichtet - Zac Efron. Der blieb in heimeligen Gefilden und machte sich an eine High School Komödie, die ab dem 28.5. in den deutschen Kinos anläuft.
Aber keine Sorge, ein wenig getanzt wird trotzdem und er spielt auch Basketball, also ist alles so dicht an seiner High School Musical Rolle, dass sich die fanatischen Fans nicht an einen Bruch a la Leonardo di Caprio gewöhnen müssen.
Lange Zeit waren Adam Sandler und Ben Stiller das betonharte Urgestein der amerikanischen Comedy, um die niemand herum kam. Aber seit einigen Jahren macht eine weitere Riege den Altherren des Komischen den Platz streitig.
Judd Apatow, 1967 geboren, versuchte sich erst als Stand-up und ging dann (weitaus erfolgreicher) als Gagschreiber über, bis er sich als Produzent und Autor von Serien wie “American Campus” und “Voll daneben, voll im Leben” (Freaks & Geeks) einen Namen machte und schließlich mit “Jungfrau (40),männlich sucht” seinen Durchbruch schaffte.
Für Fans der gegenwärtigen Independent Comedy ist dieser Film ein wahres Schlaraffenland an bekannten Gesichtern, für alle anderen ist es ein musikalisch witziges Funfest mit albernen Klamotten.
In den 60ern regiert die Rockmusik in Großbritannien, allerdings nicht im öffentlichen Radio, das sich strikt weigert, derartige Musik zu spielen, um die Moral zu wahren. Stattdessen hört die Mehrzahl der Bevölkerung die bunten Piratensender, die sich auf hoher See auf kleinen Radiostationen die Aufgabe gestellt haben, den Rock’n Roll an die Leute zu bringen.
Es ist die klassische Horrorgeschichte: Eine Familie zieht in ein neues Haus und muß bald fest stellen, dass es dort nicht mit rechten Dingen vor sich geht und das Ganze soll natürlich nach wahren Begebenheiten geformt worden sein.
Sehr viel weiter entwickelt sich der Film auch nicht, aber das macht auch nichts, denn zum Einen ist die Geschichte des Hauses interessanter, als die meisten anderen Spukhaus-Filme und zum Anderen sind die Hauptrollen derartig gut besetzt, dass man auch gut und gerne auf den Spuk verzichten könnte.
Es gibt kein Ende, die neue Comedy-Riege rund um Seth Rogen, Judd Apatow und Paul Rudd bleibt omnipresent im Kino.
Der neue Film mit Seth Rogen handelt von Mall-Cop Ronnie Barnhardt, der einem Exhibitionisten auf der Spur ist und nebenbei noch seine große Liebe Brandi (Anna Faris) beeindrucken will.
Rocko Schamoni ist sowas wie Nick Hornby für Deutsche. Wobei, Nick Hornby schreibt über Musik, weil er selbst keine Songs schreiben kann, Rocko hingegen schreibt darüber, wie er sie gemacht hat.
Seinen Roman Dorfpunks, hierzulande einer der Popromane schlechthin, wurde nach dem Erfolg von Heinz Strunks “Fleisch ist mein Gemüse” gleich hinterher produziert und scheint alle Zutaten zu haben.
Unbekannte Jungschauspieler, die realistisch spielen, einen naiv-charmanten Punkrock-Soundtrack und Nebenrollen, die brillieren wie etwa Axel Prahl aus “Halbe Treppe”.