Auch ein Mel Gibson wird einmal alt, aber zu alt zum Schauspielern ist er noch lange nicht.

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Thomas Craven freut sich auf ein wenig Zeit mit seiner Tochter Emma, die ihn für ein paar Tage besuchen gekommen ist. Als er sie abholt, wirkt sie müde und ein wenig krank und kurz darauf übergibt sie sich. Eilig will Thomas mit ihr zum Krankenhaus, als ein paar unbekannte Männer vor seiner Haustür halten und Emma kaltblütig erschießen. Zuerst glaubt jeder, dass Thomas, der bei der Polizei arbeitet, das eigentliche Ziel des Anschlags sein sollte, aber er muss bald heraus finden, dass seine Tochter ihm nicht alles über sich erzählt hat.
Die Neuverfilmung der BBC-Fernsehserie von 1985 kann sich sehen lassen, der Look soll betont britisch wirken, weshalb Boston als Drehort ausgesucht wurde.
Amerika liebt seine Rache-Thriller, vor allem, wenn es darum geht das Unrecht zu sühnen, dass der Familie angetan wurde.
Mel Gibson schlägt sich hervorragend als alternder Polizist und trauernder Vater, wenn das Drehbuch schon keine großartig innovativen Momente vor zu weisen hat, die Performance von Gibson ist überzeugend.
Schade nur, dass die Originalversion zur damaligen Zeit nicht nur die hervorragende Leistung von Bob Peck zu bieten hatte, sondern auch politisch relevant war.
Die Neuverfilmung ist zwar bei weitem Action-lastiger und brutaler, vermisst aber ein wenig an kleinen Details, die die britische Version ein bisschen ehrlicher und weniger stereotypisch machten. Das ist vor allem deshalb verwunderlich, da Regisseur Martin Campbell, die Neuverfilmung als auch das Original gedreht hat.
Ab dem 11.3.2010 im Kino.

Regie: Martin Campbell
Drehbuch: William Monahan, Andrew Bovell, Troy Kennedy Martin (Seriendrehbuch)
Darsteller: Mel Gibson, Ray Winstone, Danny Huston
Musik: Howard Shore