Und die mittlerweile endlos lange Reihe an Handkamera-Horrorfilmen wird erweitert, dieses Mal durch einen Science Fiction Film mit interessanter Prämisse, aber etwas altmodischer Ausführung.

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Warum gab es nach Apollo 17 eigentlich keine Reisen zum Mond mehr? Angeblich gefundenes Filmmaterial der NASA soll Aufschluß darüber geben, dass es tatsächlich eine 18te Expidition gab, diese jedoch durch unheimliche Ereignisse geheim gehalten wurde. Erzählt wird die Geschichte der zwei Astronauten, die auf dem Mond die Entdeckung machten, dass sie nicht alleine sind. Russische Raumschiffe oder völlig fremdes Leben?

Zwar hat die Produktionsfirma Dimension Films am Anfang versucht, die Aufnahmen als echt zu verkaufen, leider waren sie nicht so clever wie die Macher vom Blair Witch Project und nahmen Schauspieler an Bord, die man sehr wohl aus anderen Filmen und Serien kannte, schade, diese Unsicherheit ist nicht selten ein guter Impuls, um im Kinosessel besonders unruhig zu sitzen. Dafür sind die Performances von Lloyd Owen und Warren Christie jedoch sehr überzeugend.
Der Film läuft leider etwas langsam an, außerdem sind die Aufnahmen so altmodisch (sprich, sehr ‘verschneit’) getrimmt, dass man nie genau weiß, ob bei den sekundenlangen Einstellungen nun etwas gruseliges zu sehen war oder nicht, was normalerweise genau für das Kopfkino sorgt, bei dem es einem kalt den Rücken runterläuft, in diesem Fall aber so subtil ist, dass man viel zu angestrengt nach Bewegung sucht, als dass man sich wirklich überraschen lassen kann.
Die Story selbst ist gut umgesetzt, erinnert jedoch sehr an 80er Jahre Horrorfilme und hat trotz einiger sehr guter Ideen nicht ganz die Durschlagskraft, die man sich gewünscht hätte.
Sehenswert ist Apollo 18 für Horrorfans der Handkamera dennoch, nicht zuletzt, weil der gute, psychologische Sci Fi Horror in letzter Zeit arg gelitten hat.

Die abgebrochene Apollo 18 Expidition gab es übrigens wirklich, sie sollte den Copernicus Krater untersuchen, der mehr als 800 Millionen Jahre alt sein soll und auch von der Erde aus zu sehen ist. Genau dieser Krater wird dann auch eine große Rolle im Film spielen, jedoch weniger aus wissenschaftlichen Gründen.

Ab dem 13.10.2011 im Kino

Regie: Gonzalo López-Gallego
Drehbuch: Brian Miller
Darsteller: Lloyd Owen, Warren Christie