Sie war eine Vorreiterin der Frauenbewegung und Rekordhalterin als erste Frau, die eigenständig den Atlantik überflogen hat. Ob die Verfilmung der Legende alle Ehre macht?

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Amelia Earhart (Hilary Swank) war gerade hübsch, clever und talentiert genug, um vom Tycoon George Putnam (Richard Gere) als photogenes Aushängeschild des ersten Fluges einer Frau über den Atlantik zu fungieren. Dass sie dabei aber nicht selbst fliegen darf, erfährt sie zu spät. Während sich eine Liebesgeschichte zwischen ihr und George entwickelt, ist Amelia vor allem daran gelegen, ihren Ruf zu verteidigen und als beste weibliche Fliegerin aller Zeiten in die Geschichte ein zu gehen.
So schön die Ausstattung ist, “Amelia” plätschert ein wenig langatmig vor sich hin und tänzelt zu häuft zwischen George und Amelia hin und her, anstatt die Geschichte darauf zu konzentrieren, was das Leben der Earhart wirklich ausgemacht hat: das Fliegen.
Zwar ist Hilary Swank eine charmant kantige Protagonistin, aber man kennt sie nicht nur in besseren Rollen, sondern muss sich auch wundern, dass sie einem derartig blutleeren Drehbuch zugestimmt hat.
Besonders viele künstlerische Freiheiten und Spekulationen im Verlauf des Filmes lassen das Genre der Autobiographie ein wenig verschwimmen und im Großen und Ganzen kann der Film zwar mit schönen Aufnahmen, aber nicht mit einer interessanten Story überzeugen.
Ab dem 17.6.2010 im Kino

Regie: Mira Nair
Drehbuch: Ronald Bass, Anna Hamilton Phelan
Darsteller: Hilary Swank, Richard Gere, Ewan McGregor, Christopher Eccleston
Musik: Gabriel Yared

One Comments

  • Elisabeth Maurer 17 / 06 / 2010

    ich hätte mir auch gewünscht, daß der Film erklärt, was sie wirklich so sehr am Fliegen fasziniert hat und wie sie es überhaupt geschafft hat, als Frau zur damaligen Zeit Pilotin zu werden. Hier meine Kritik des leider vollkommen gescheiterten Films: http://www.negativ-film.de/2010/06/amelia.html

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