Neulich mal wieder die “Nackte Kanone 2 1/2” gesehen. Kann ja mal vorkommen. Jetzt aber die erstaunliche Entdeckung: Der Film ist gut – so, wie Fastfood, Coca-Cola, Disney, Windows, etc. Unglaublich albern. Aber gut.

Das Verblüffendste aber ist die hölzerne Nebenrolle O.J. Simpsons, der als tollpatschiger Kollege Lesley Nelsons ein paar Szenen hat. Unglaublich, dieser Mann; ein perfektes Produkt der Fernsehgesellschaft: Ein Amerikaner konnte Anfang der Neunziger nachmittags im Fernsehen die Liveberichterstattung von der Verfolgungsjagd zwischen dem Mordverdächtigten Simpson und der Polizei anschauen und anschließend ins Kino gehen, um Simpson als vertrottelten Cop zu bestaunen. Das muss man erstmal schaffen.

Zum Film. Im Prinzip unterscheidet er sich kaum vom ersten Teil; das Erfolgsrezept – eine ausgewogene Mischung aus Wort- (für Erwachsene) und Situationskomik (für Kinder) sorgt dafür, dass das Publikum sich gut unterhalten fühlt. Die Schauspieler sind genauso gut (oder schlecht) wie im Vorgänger, ein paar Witze werden ausgereizt. Das Schöne an Slapstick-Komödien ist ihre Zeitlosigkeit – das gilt für die “Nackte Kanone” ebenso wie für “Hot Shots” etc. Nichts, was man gesehen haben müsste. Aber auch nicht unbedingt verschwendete Zeit.