“Nach einer wahren Begebenheit” ist immer heikel für Filme, da das Leben vielleicht die besten Geschichten schreibt, aber nicht zwangsläufig ein Zufrieden stellendes Ende zur Verfügung stellt. Und wie sieht es mit Ryan Goslings neuem Film aus?

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Als David Marks (Ryan Gosling) Katie McCarthy (Kirsten Dunst) kennen lernt, ist es um ihn geschehen und er umwirbt sie so lange, bis sie zusammen mit ihm von Davids starrem, reichem Elternhaus in eine Kleinstadt zieht. Als er jedoch von seinem Vater dazu genötigt wird, in dessen Imperium ein zu steigen, verändert sich David nach und nach und Katie erkennt in ihm nicht mehr den Mann, in den sie sich verliebt hat.

Eines vorneweg, “All Good Things” wird sowohl von Dunst als auch Gosling so gut gespielt, dass man in keiner Sekunde des Filmes an den Charakteren zweifelt, das ist letzten Endes auch der Grund, warum man gewillt ist, bis zum Ende mit zu fiebern, denn die wahren Begebenheiten waren (und sind noch heute) mehr als verwirrend und obskur und da Regisseur Andrew Jarecki keine fiktive Antwort auf die Geschehnisse geben wollte, fühlt sich der Film merkwürdig zerstückelt an, zumal er zum Ende hin etwas gestaucht wirkt.

Trotzdem lohnt es sich, denn gerade weil die Geschehnisse so ambivalent sind, kann man während und nach dem Film grübeln und diskutieren, warum die Protagonisten so gehandelt haben, wie sie es getan haben und wie sich die Geschichte wohl erklären lässt.

Alleine, um Kirsten Dunst wieder einmal vor der Kamera zu sehen und sowieso Ryan Gosling – wie immer – dabei zu beobachten, wie er sich in einer Rolle auflöst, sollte man den Gang ins Kino wagen, wenn der Film denn ins Kino kommt. Derzeit steht noch kein Termin fest, aber wir werden ihn nachtragen, sobald es Infos dazu gibt, beziehungsweise, sobald ein DVD Termin steht.

Regie: Andrew Jarecki
Drehbuch: Marcus Hinchey, Marc Smerling
Darsteller: Ryan Gosling, Kirsten Dunst, Kristen Wiig, Frank Langella
Musik: Rob Simonsen