Liebesgeschichten sind oft ähnlich gestrickt, Junge trifft Mädchen, sie verlieben sich und leben glücklich bis ans Lebensende oder auch nicht. Aber nur weil es soweit immer das Gleiche ist, muss man es nicht immer auf dieselbe Art und Weise erzählen.

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Beth (Rose Byrne) zieht frisch getrennt und fertig mit der Männerwelt in eine neue Wohnung, um einen Schlussstrich zu ziehen. Alsbald lernt sie ihren Nachbarn Adam (Hugh Dancy) kennen, der so ganz anders ist. Der eigentümliche junge Mann gefällt ihr, doch so einfach ist das Ganze nicht, denn Adam leidet am Asperger Syndrom, einer milden Form von Autismus und ist deshalb sozial und emotional ein wenig wackelig auf den Beinen.
Das Alles könnte in einer furchtbaren Betroffenheitsgeschichte enden, in der die Tränen fließen und Adam bemitleidet wird und Beth letztendlich Mutterersatz werden muss, aber dem ist glücklicherweise nicht so.
Die Liebeskomödie ist leichtfüßig und geht äußerst geschickt mit Adams Krankheit um, so dass das große Mitleid für ihn gar nicht erst aufkommt und damit dem Film keine gezwungen Tränendrüsen-drückenden Momente zur Last fallen.
Stattdessen begleiten wir Beth und Adam durch ihre ungelenken Versuche, die Beziehung auf zu bauen und Beths Versuche, ihrem Umfeld zu erklären, warum Adam eben nicht ungeeignet für sie ist.
Zwar kann man sicher davon ausgehen, dass “Adam” im Rausch von “500 days of summer” etwas untergehen wird, da er sehr viel weniger ‘trendy’ ist und auch keine großen Namen des Independentkinos zu bieten hat, aber dennoch sollte man den Film nicht verpassen, denn wennauch etwas zurückhaltender, ist “Adam” witzig, originell und besonders für die kalten Wintertage wärmend fürs Herz.
Ab dem 10.12. darf man Adam und Beth in den Kinos kennen lernen.