Aus den Händen des „Night Watch” Regisseurs kommt diese rasante Verfilmung eines Horror Fantasy Geschichts Spektakels um Abraham Lincoln. Für historische Glaubwürdigkeit wartet man lieber auf Spielbergs Biopic, der Rest möge bitte hier entlang folgen.

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Als seine Mutter unter merkwürdigen Umständen stirbt, wird der junge Abraham Lincoln stutzig und er gerät schnell dahinter, dass es Vampire waren. In seinem Kampf gegen diese lästigen Biester lernt er Henry Sturgess kennen, der ihm helfend zur Seite steht. Kompliziert wird es allerdings erst als „Präsident” Lincoln erkennt, wie weit Vampire doch verbreitet sind.

Abraham Lincoln nimmt sich leider zu ernst

Der Filmtitel alleine lässt eigentlich vermuten, dass die Geschichte völlig abstrus und wahnsinnig ist, tatsächlich schafft es die Tim Burton Produktion, erstaunlich ernst an die Sache heran zu gehen, was einem derartig merkwürdigem Plot leider nicht so gut steht.
Wie man es von allem gewohnt ist, was auch nur annähernd von Burton berührt wird, ist „Abraham Lincoln Vampire Hunter” zumindest visuell hübsch, aber wer die Prämisse interessant findet, sollte sich doch lieber die Romanvorlage zulegen, da der Humor darin gut zum Vorschein kommt. Merkwürdig ist das, da der Autor Seth Grahame-Smith auch für das Drehbuch verantwortlich war.

Im Schatten des kommenden ‘Lincoln’

Gerade Adrian Brody dürfte daher auch ganz froh sein, dass er die Rolle des Lincoln gegen Benjamin Walker verloren hat, nicht zuletzt, weil auch schon die tatsächlich ernst gemeinte Biographie Lincolns unter Regie von Spielberg und mit dem unantastbaren Daniel Day-Lewis als Lincoln ansteht und jeder Film-Lincoln davor und danach sowieso ein Staubkorn unter den gigantischen Schuhen von Daniel Day-Lewis sein wird.

Regie: Timur Bekmambetov
Drehbuch: Seth Grahame-Smith
Darsteller: Benjamin Walker, Dominic Cooper, Anthony Mackie, Mary Elizabeth Winstead
Musik: Henry Jackman