Der preisgekrönte Kurzfilm von Shane Acker war so ein Erfolg, dass sich sogar Tim Burton als Produzent fand, um daraus einen Kinofilm zu machen. Ob der Versuch gelang?

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Die bewegende Animation erzählt die Geschichte von “9”, einer mechanischen Strickpuppe, die in einer post-apokalyptischen Welt zusammen mit 8 Strickgefährten versucht heraus zu finden, welche Bedeutung sie haben, warum sie kreiert wurden und wie sie ein riesiges Metallmonster besiegen können, das anscheinend für das Ende der Menschheit zuständig ist.
Visuell ist die Science Fiction Geschichte “9” wohl einer der besten Trickfilme in den letzten paar Jahren, in grün getauchte Farben gehalten vermittelt die 3-D Animation ein überaus realistisches Gefühl und ist dabei so akkurat in der Darstellung einer Welt, in der weder Mensch noch Tier leben, dass man unweigerlich nachdenklich und melancholisch gestimmt wird.
Für Kleinkinder ist die Geschichte keineswegs, zwar sind die Strickwesen niedlich an zu sehen, aber ihre Erlebnisse und Persönlichkeiten sind nur teilweise kindgerecht, zumal das Metallmonster so gruselig ist, dass man den Film wohl erst ab 12 Jahren ohne Alpträume genießen kann.
Zuweilen fällt es auf, dass die Geschichte ehemals kürzer war, denn so manche Längen, die mit mehr oder weniger überflüssigen Dialogen gestopft werden, wirken geradezu eingefügt, um die typische Kinozeit zu erreichen.
Allerdings ist der Film an sich so perfekt animiert und die Story – selbst mit Schwächen – so einnehmend, dass man wirklich mitgerissen wird und danach auch noch länger über die Idee nachdenken kann.
Ab dem 25.2.2010 startet der Film in den deutschen Kinos, nicht zu verwechseln mit “Nine”, der zur selben Zeit die Kinoleinwände beehrt.

Regie: Shane Acker
Drehbuch: Pamela Pettler, Shane Acker
Musik: Deborah Lurie, Danny Elfman