Romantische Komödien haben fast immer eines gemeinsam: den Plot. Dass das nicht so sein muss, zeigt die neue Liebeskomödie von Marc Webb.

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Als Tom (Joseph Gordon-Levitt) Summer (Zooey Deschanel) zum ersten Mal auf Arbeit sieht, ist es um ihn geschehen und er ist sich sicher, die Liebe seines Lebens gefunden zu haben. Leider sieht Summer das nicht so, doch als sich die Beiden näher kennen lernen, entwickelt sich doch etwas mehr aus der Freundschaft. Allerdings muss Tom bald einsehen, dass Summer ihn nicht so sehr liebt, wie er sie und dass sich ihr freier Geist nicht einfangen lässt.
In Rückblenden erzählt der Film die Geschichte von Tom und Summer aufgefrischt mit Toms besten Freunden McKenzie und Paul sowie seiner kleinen Schwester Rachel, die von allen Beteiligten die Erwachsenste zu sein scheint.
Der Cast ist brilliant besetzt, hat eine verrückt charmante Chemie und ist so glaubwürdig, dass man die Geschichte tatsächlich mit erlebt, anstatt nur zu zu sehen.
Derzeitiger Hollywood Liebling Zooey Deschanel ist wie immer süß und kantig zugleich und Joseph Gordon-Levitt ist – auch wenn man ihn hierzulande eher aus der Comedyserie “Hinterm Mond gleich links” kennt – sowieso einer der besten Jungschauspieler, die es derzeit gibt, wovon sich Skeptiker gerne bei “Mysterious Skin” überzeugen können.
“500 Days of Summer” ist, wie schon im Trailer erwähnt, keine Liebesgeschichte, sondern eine Geschichte über die Liebe und genau das macht den Film so kostbar. Leicht und lebensnah erzählt, gewährt er mehr Einblick in die Höhen und Tiefen des Verliebtseins, anstatt unerbittlich auf das Happy End zu zu steuern. Darum geht es hier nicht, sondern es geht darum, zu sehen, wie Liebe eigentlich funktioniert, beziehungsweise nicht funktioniert.
Ab dem 12.11. im Kino, für alle, die es leid sind, sich ständig das gleiche zuckrige Happy End ansehen zu müssen.