Comicbuchverfilmungen jenseits der bereits bekannten Superhelden sind immer wieder spannend, wobei das neuste Werk aus der Filmschmiede einige Kontroversen hervor gebracht hat.
Dave ist ein Niemand in der High School, einer der Unsichtbaren, die einfach vor sich hin leben. Als er eines Tages beschließt, sich über das Internet ein Superheldenkostüm zu kaufen und als echter Verbrecherjäger durch die Straßen zu ziehen, wird er schnell mit der harten Realität konfrontiert.
Allerdings macht er auch die Bekanntschaft mit Hit Girl und Big Daddy, die anscheinend mehr Ahnung von Daves Comic-Fantasien haben, als er sich jemals erträumen könnte.
Nach Welterfolgen wie „das Experiment“ und „Der Untergang“ hat, der schon für den Oscar nominierte Oliver Hirschbiegel, 2009 das Drama „Five minutes of heaven“ verfilmt. In seinem jüngstem Projekt, setzt sich Oliver Hirschbiegel objektiv mit den Folgen Betroffener des Nordirlandkonfliktes auseinander. Ein spannendes Drama mit Starbesetzung.
Das Drama „Five minutes of heaven“ handelt von zwei Männer aus Belfast, die 1970, beide zur selben Zeit, ein Schicksal erlebt haben. Alistair Little (Liam Neeson) und Joe Griffin (Jimmy Nesbitt) verbindet ein tragischer Mord und die Folgen, die dieser Mord für beide mit sich brachte. Joe musste, im jungen Alter von zwölf Jahren, den Mord an seinem Bruder beobachten und Alister, zu der Zeit noch Mitglied der UVF, hat ihn begangen. Nun 30 Jahre später sollen Opfer und Täter sich in einer Fernsehshow gegenübertreten. Der eine wünscht sich Versöhnung der andere Vergeltung, um seine persönlichen „Five minutes of heaven“ zu erlangen.
In diesem authentischen Film, treffen Schuldgefühl und das Verlangen nach Selbstjustiz auseinander. Oliver Hirschbiegel hat es, durch die empathische Darstellung des Konfliktes dieser Extreme geschafft, allgemein psychologische Folgen einer Schandtat, aus der Perspektive von Opfer und Täter, wiederzuspiegeln. Die Schauspieler Liam Neeson und Jimmy Nesbitt stellen dies auf brilliante Art und Weise dar.
Regie: Oliver Hirschbiegel Drehbuch: Guy Hibbert Darsteller: Liam Neeson, Jimmy Nesbitt, Anamaria Narinca Musik: David Holmes
Ein sinnlicher Thriller mit exzellenter Besetzung und den derzeit wohl größten Augen Hollywoods. Klingt gut und hält hoffentlich, was er verspricht.
Ärztin Catherine (Julianne Moore) verdächtigt ihren Mann David (Liam Neeson) des Ehebruchs und engagiert die High-Class Escort-Dame Chloe (Amanday Seyfried), um heraus zu finden, wie weit er gehen würde. Je mehr sie mit Chloe zu tun hat, desto mehr gerät sie jedoch in den Bann der wunderschönen Blondine.
Der Erotik-Thriller nimmt sich viel Zeit, so dass ein wenig Geduld gefragt ist, was aber durch die packenden Darstellungen der Schauspieler nicht sonderlich schwer ist.
Jetzt, wo es wärmer wird, können sich auch die Frühlingsgefühle wieder heraus trauen. Zeit, um unattraktiven, jungen Männern in unrealistischen Komödien die Hoffnung zu geben, dass auch sie attraktive junge Frauen kriegen können.
Kirk ist gakelig, 20 Jahre alt und alles andere als ein Hingucker, um so überraschender für ihn und seine Freunde, als die superheiße Blondine Molly sich tatsächlich für ihn interessiert. Mit jedem Date kämpft Kirk nicht nur darum, die Traumfrau bei Laune zu halten, sondern auch gegen den Unglauben, den die ungewöhnliche Beziehung bei seiner Familie, seinen Freunden, seiner Ex und selbst ihm hervor ruft.
Ein neuer Film mit Julia Roberts, unter der Regie von Ryan Murphy (bekannt durch die Serie Nip Tuk) kursiert in den Mündern der Filmbrange er heißt Eat, Pray, Love und kommt am 23. September 2010 in die deutschen Kinos.
Eat, Pry, Love ist die Verfilmung des gleichnamigen, autobiografischen Romans von Bestsellerautorin Elisabez Gilbert. Der Film
Die Spekulationen um den zweiten Kinofilm der vier New Yorker Freundinnen nehmen kein Ende, aber ein Blick auf den Trailer und in die Gerüchteküchen lässt fragen, ob das Sequel wirklich den Erwartungen stand halten kann.
Vier Jahre nach den Ereignissen des ersten Kinofilms spielt der zweite Teil, mehr inhaltliche Details werden allerdings von der Produktionsteil so geheim gehalten, als würde es sich dabei um die Lösung zur Weltwirtschaftskrise handeln.
Stattdessen spielen die Blogs und Online-Magazine verrückt und versuchen, aus dem nichts sagenden Trailer und der Hilfe etlicher Paparazzi kleine Info-Fetzen heraus zu lesen.
Flashbacks in die 80er soll es geben, um die Freundschaft der vier Grazien von hinten auf zu rollen, Samantha soll angeblich in die Menopause kommen und auch eine Heirat ist im Film geplant.
Nach der doch sehr langen Winterpause machen sich endlich die ersten Horrorfilme bereit, ins Sommerkino zu starten. Dass das mit einem Remake beginnt, ist natürlich auf den ersten Blick fragwürdig, aber gar nicht mal so schlimm.
In einer ruhigen amerikanischen Kleinstadt bricht urplötzlich das Chaos aus, Menschen reagieren unvorhergesehen brutal und bringen ihre Familien um, kurz darauf überfällt auch noch die Army die Bevölkerung und evakuiert die ganze Stadt, ohne ein Wort zur Erklärung. Sheriff David Dutton (Timothy Olyphant) und seine Frau (Radha Mitchell) versuchen das Ganze heil zu überstehen und auf den Grund der urplötzlichen Krankheit zu kommen, die wie ein Virus um sich greift.
Frank Oz` „Death at a funaral“ begeisterte mit seiner Komödie bereits 2007 Freunde des Independent Films. Quelle dieser Begeisterung war insbesondere sein scharfer vor nichts, nicht einmal dem Tod zurückschreckender, durchaus britischer Humor.
Nun hat sich der bekannte Regisseur Neil LaBute an Dean Craigs Drehbuch herangewagt. Am 10.06.2010 läuft die Neuverfilmung der schwarze Komödie nun auch endlich in den deutschen Kinos an.
Death at a funaral von Neil Labute
Dean Craigs “Death at a funaral” (”Sterben für Anfänger”) handelt von einer skurrilen, zerstrittenen Familie, die durch den Tod des Familienoberhaupts auf einer Beerdigung wieder aufeinandertrifft. Nichts auf dieser Beerdigung scheint auch nur ansatzweise würdevoll, gisittet, geschweigeden moralisch korrekt zu verlaufen. Der RegisseurNeil LaBute adaptiert die britische Version Frank Oz` in das heutige Amerika und thematisiert, neben dem ‘üblichen’ Chaos, auf geschickte Art und Weise den heimlichen Groll den eine Familie seit Jahren in sich schürrt, welcher explosionsartig ausbricht. Erpressungen, Drohungen und ein falscher Leichnahm sind nur der Anfang dieses tödlich, komischen aufeinandertreffens.
Neil LaButes Version der schwarzen Komödie scheint auf Grund seiner Besetzung, zu denen Stars wie Danny Glover gehören, durchaus kommerzieller als die vorangegangene Version, dennoch kann man gespannt sein, denn nicht umsonst ist LaBute für seine ausergewöhnliche und aufreibende Darstellung menschlicher Beziehungen bekannt.
Ein Freddy Krüger Film ohne Robert Englund? Klingt merkwürdig und geradezu blasphemisch, aber irgendwie klingt das Remake nicht halb so schlimm, wie man es sich vorgestellt hätte.
Vor Jahren stahl und brachte er die Kinder einer ganzen Nachbarschaft um, dafür rächten sich die Eltern und verbrannten ihn bei lebendigem Leibe. Doch Freddy Krüger lässt sich nicht so leicht los werden und so verfolgt er Jahre später immer noch die Kinder seiner Mörder um, allerdings an einem Ort, an dem sie ihm nicht folgen können - in ihren Träumen.
Eigentlich müsste man den Film alleine wegen der Neubesetzung boykottieren, aber mit Jackie Earle Haley als neuem Freddy hat man einen eindringlichen Schauspieler gefunden, der die Rolle des sarkastisch-humoristischen Freddy neu interpretiert und einen gestörten Menschen aus ihm macht, der keine Witze reißt und nur das reine Grauen verkörpert.
Animierte Füchse in kunterbunter Kulisse - klingt wie ein Kinderfilm, stammt auch aus der Feder von Rohald Dahl, wird aber in den geübten Händen von Wes Anderson zu einem witzigen und vor allem neurotischen Highlight des Jahres 2010. Besser gehts nicht.
Mr. Fox lebt von den groß angelegten Raubzügen durch die Hühnerställe und Vorratskammern der benachbarten Bauern, verspricht nach einer besonders gefährlichen Aktion jedoch seiner geliebten Felicity, nie wieder zu stehlen.
Natürlich wäre Mr. Fox nicht Mr. Fox, wenn er dem Ruf der großen Betrügereien widerstehen könnte und so plant er trotz Versprechen einen historischen Raubzug, muss jedoch auf dem Weg dahin fest stellen, dass seine Familie (Felicity, Sohn Ash und Neffe Kristofferson) sehr unter seinen Eskapaden leidet, schlimmer noch, dass die gesamte tierische Nachbarschaft darunter leidet.