September, 2009

25. September 2009

Der Mann ist zur Zeit ja wirklich überall und scheint sich in jedem beliebigen Genre zuhause zu fühlen. Da fragt man sich, wie er das nur macht und manchmal leider auch, warum überhaupt.

Der 1969 geborene waschechte Schotte ist vor allem mit zwei Rollen bekannt geworden, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Zum Einen mit der schnulzig-theatralischen Rolle des Phantoms in “Das Phantom der Oper”, zum Anderen als muskulöse Killermaschine in Frank Millers “300″.
Somit hatte er es gleich in die Herzen der Frauen und gleichzeitig in die Muskeln der Männer geschafft.
Bereits davor zieht sich die Wahl von Action- oder Liebesfilmen durch seinen Lebenslauf. Von “Tomb Raider” zu “Harrison’s Flowers”, Butler scheint sich noch mehr als Russel Crowe mit dem ‘Harte Schale, weicher Kern” identifizieren zu können. Weiterlesen »


25. September 2009

Science Fiction ist eine Kunst, die nicht jeder beherrscht, die aber in der Literatur- und Filmgeschichte die mitunter besten Sozialkritiken hervor gebracht hat. Ob Gamer das auch schafft?

In einer nicht allzu entfernten Zukunft haben virtuelle Computerspiele eine neue Plattform erreicht. Online können Spieler echte Menschen oder auch Kampfmaschinen steuern, die sich in tödlichen Kämpfen durch eine post-apokalyptische Spiele - Landschaft kämpfen müssen. Bei den gesteuerten Menschen handelt es sich allerdings um Sträflinge mit Todesstrafe, die bei diesen Spielen die Chance haben, die Freiheit zu erlangen. Dass das bisher nicht gelungen ist, hält Kable (Gerard Butler) nicht davon ab, es zu versuchen. Zusammen mit dem 17-jährigen Simon (Logan Lerman) will er das unmögliche erreichen - die Freiheit. Weiterlesen »


25. September 2009

Hachiko - Eine wunderbare Freundschaft ist zu aller erst eine Hundegeschichte, (Hachiko: A Dog’s Story) aber auch eine liebevolle und sehr feinfühlige Erzählung. Hauptdarsteller und Produzent Richard Gere scheint hier in seinem Element zu sein und bringt zusammen mit Regisseur Lasse Hallström einen Film auf die Leinwand, der ein bisschen kitschig ist, aber wohl das Herz jedes Hundebesitzers berührt.

Als Professor Parker Wilson findet Schauspieler Richard Gere auf seinem Heimweg von der Uni einen kleinen Akita-Hund auf dem Bahnsteig. Der herrenlose Welpe wuselt freudig zwischen dessen Beine hindurch und erobert das Herz des Musikprofessors im Sturm. Die Frau Parker, gespielt von Joan Allen, (Der Eissturm, An Deiner Schulter) nimmt das neue Familienmitglied nur zögerlich auf.

Für die gemeinsame Tochter Andy (Sarah Roemer) jedoch ist  klar, dass der Hund das Loch zu füllen beginnt, das ihr Auszug im Leben ihres Vaters hinterlassen hat. Hachiko ist nun nicht mehr aus dem Leben Parkers weg zu denken. Schon bald begleitet ihn der aufgeweckte Hund jeden Tag zum Bahnhof und holt ihn am Abend um genau 17 Uhr wieder ab. Doch dann kommt der Tag, an dem Hachiko vergebens auf die Rückkehr seines Herrchens wartet.

Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft

An der Seite von Hachiko und Richard Gere ist neben Joan Allen auch Jason Alexander (’Seinfeld’) zu sehen. Mit Lasse Hallström (’Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa’, ‘Gottes Werk und Teufels Beitrag’, ‘Chocolat - …ein kleiner Biss genügt’) ist um so mehr ein Regisseur am Werk, welcher genau wie Gere als Schauspieler ein Gespür für Erzählungen, wie diese besitzt. Die Geschichte des treuen Akita-Hundes handelt von tiefem Vertrauen und einer besonderen Freundschaft, wie sie nur zwischen Mensch und Tier entstehen kann. Berührend und humorvoll erhält der Zuschauer einen Blick auf die Welt aus der Sicht Hachikos.

Hachiko – eine wahre Geschichte

Das Drehbuch von Stephen P. Lindsey basiert tatsächlich auf einer wahren Geschichte, welche sich am Bahnhof Shibuya in Tokio ereignetet. Hier wartete der kleine Hachikō im Jahr 1924 auf seinen  Besitzer, den Universitätsprofessor Hidesaburō Ueno, welcher im Mai 1925 verstarb. Von diesem Tag an kam er Hund zu einer festen Zeit zum Bahnhof, um auf sein Herrchen zu warten und wurde über lang zu einer kleinen Berühmtheit. Schlussendlich wurde dem treuen Hund eine Bronzestatue an der Westseite des Bahnhofs errichtet, bei derer Einweihungszeremonie auch Hachikō beiwohnte.


20. September 2009

Man fragt sich schon, wann Eddie Murphy endlich erkennt, dass es so nicht weiter gehen kann. Bis dahin produziert er weiterhin Komödien, die so auch aus den 90ern oder sogar 80ern stammen könnten.

Evan Danielson (Eddie Murphy) hat vor lauter Arbeit weder Zeit noch Augen für seine Familie, wird jedoch alsbald geradezu dazu gezwungen, auf seine Tochter Olivia (Yara Shahidi) auf zu passen, die sein Leben in eine unorganisierte Achterbahn verwandelt. Als Evan jedoch heraus findet, dass Olivia’s imaginären Auswüchse sehr genaue Aussagen über die Börsenergebnisse tätigen, wendet sich (scheinbar) doch alles zum Guten. Zu dumm, dass Konkurrent Johnny Whitefeather (Thomas Haden Church) bereits wittert, dass da etwas nicht mit rechten Dingen vor sich geht…

Die Nickelodeon Produktion zeigt Eddie Murphy in Höchstform, allerdings ist Murphys Höchstform seit Jahren schon so uninspiriert und eintönig, dass sie weit hinter Kollegen wie Adam Sandler oder Jim Carey liegt, die ähnlich lang im Filmbusiness arbeiten, aber eingesehen haben, dass man mit der Zeit gehen muss.
Daher ist “Zuhause ist der Zauber los”, sowohl von der Story, als auch vom Schauspielern eher wie eine TV-Produktion fürs Wochenende.
Yara Shahidi ist zwar ungemein reizend als Tochter Olivia, aber das reicht bei Weitem nicht.
Zumindest muss sich Murphy nicht mehr als ein halbes Dutzend dicker Menschen verkleiden, um witzig zu sein, aber seit man ihn in “Dreamgirls” gesehen hat, weiß man doch, dass er auch anders kann, nur hält ihn das scheinbar nicht davon ab, es dennoch beim Alten zu belassen. Bleibt nur zu hoffen, dass sein nächster Film “A Thousand Words” das Blatt dreht, denn dort spielt er einen Mann, der erfährt, dass er nur noch 1000 Wörter zu sprechen hat, bevor er stirbt.
“Zuhause ist der Zauber los, läuft ab dem 29.10. in den deutschen Kinos.


20. September 2009

Michelle Williams geht gerne einmal unter, denn mit Heath Ledger als Ex-Partner und einem Gesicht, das viel zu niedlich ist, um kantig zu wirken, unterschätzt man leicht, was für Talent in dieser Frau stecken.

Zusammen mit ihrem Hund Lucy will Wendy ein neues Leben in Alaska starten, also macht sie sich mit ihrem klapprigen Auto und dem wenigen Besitz, den sie hat, auf ins Ungewisse. Bald muss sie jedoch fest stellen, dass Geldmangel, Isolation und auch ihre inneren Probleme nicht so einfach verschwinden.
Regisseurin Kelly Reichardt hat sich mit ihrem neusten Werk fest als Größe im amerikanischen Independentkino etabliert. Die Geschichte, die auf einer Kurzgeschichte von Jon Raymond basiert, wird durch die tristen und dennoch schönen Bildaufnahmen Alaskas unterstrichen, brilliert jedoch am Ende durch das ungefilterte Talent von Michelle Williams, die ihrer Rolle soviel Leben, Gefühl und Verzweiflung verleiht, dass es schwer ist, sich ein zu reden, es würde sich nur um Fiktion handeln. Weiterlesen »


18. September 2009

Der Großmeister des britischen Arbeiterkinos, Ken Loach, stellte in Cannes sein neustes Werk vor. Wo er sich im letzten Jahr mit ‘The Wind That Shakes The Barley’ sogar gegen den heimlichen Favoriten Volvert durchsetzte präsentierte Loach nun ‘Looking for Eric’. Dieser Film bewegt ganz nah an der Realität mit einem kräftigen Schuss märchenhaften Zaubers.

Regisseur Ken Loach porträtiert mit ‘Looking for Eric’ das einfache Leben, die Ängste und Wünsche des Postsortierers Eric. Erics Leben gerät so langsam aus allen Fugen und er ist zudem in einem Alter, wo er anfängt sich Gedanken zu acht über die ihm verbleibende Zeit.

Seine chaotische Familie, vor allem seine zwei Stiefsöhne und der Zementmixer in seinem Vorgarten treiben ihn in den Wahnsinn. Doch es ist viel mehr Erics eigenes Geheimnis was ihn mit  Zweifeln erfüllt. Kann er es fertig bringen, seiner einstigen großen Liebe Lily zu begegnen?

Looking for Eric von Regissuer Ken Loach

Eric macht unglückliche Zeiten durch und kommt trotz der aufmunternden Worte seiner Fußballfreunde nicht aus seinem düsteren Loch heraus. Da brauch es schon einen ganz speziellen Freund um Eric in seinem Kampf zur Bewältigung seiner Vergangenheit beizustehen. Und was macht ein gebeutelter Man, wie Eric in einer solchen Situation, ganz klar, er raucht einen Joint. Während Eric nun bewundernt auf das Fanposter seines Lieblingspielers Eric Cantona blickt, vernimmt er plötzlich deren Stimme und sieht den Profikicker hinter sich stehen. Von da hat Eric seinen ganz persönlichen Schutzengel und Berater.

Looking for Eric in Cannes

In Cannes feierte Loachs neustes Werk in diesem Jahr 2009 Weltpremiere und wurde mit viel Begeisterung vom Publikum aufgenommen. Diese Geschichten des sozialkritischen Regisseurs ist für seine Verhältnisse wahrhaft lustig und besticht durch einen leichten Humor. Ken Loach bleibt seinem Stil aber dennoch treu und mixt die fantastischen Elemente des Film geschickt in eigentlich bedrückenden Gefühle des britischen Arbeiterlebens mit ein. Nicht zuletzt hat er das wieder einmal der hervorragenden Mitarbeit seines Drehbuchautors Paul Laverty zu verdanken.

Erschienen ist der Streifen ‘Looking for Eric’ im Delphi Filmverleih und wird in den deutschen Kinos ab dem 05. November 2009 zu sehen sein.


The Soloist

Author: Juliane
13. September 2009

Filme nach wahren Begebenheiten können Fluch oder Segen sein, denn nicht immer schreibt das Leben die besten Geschichten. Im Falle von “The Soloist” reichen allerdings schon die Schauspieler zum Kinogang.

Nathaniel Ayers (gespielt von Jamie Foxx) ist ein begnadeter Musiker, der wahre Wunder am Kontrabass vollführen kann. Als einer der wenigen schwarzen Studenten wird er an der hoch angesehenen Musikschule Juilliard School angenommen, erleidet dort jedoch in seinem zweiten Schuljahr einen mentalen Zusammenbruch und wird in eine Anstalt gebracht.
Als er nach dem Tod seiner Mutter auf sich gestellt ist, landet er als schizophrener Obdachloser auf den Straßen von LA, wo er von Kolumnist Steve Lopez (gespielt von Robert Downey Jr.) entdeckt und langsam zurück ins Leben geführt wird. Weiterlesen »


Shotgun Stories

Author: Juliane
13. September 2009

Manche Filme brauchen etwas länger, um die Anerkennung zu kriegen, die sie verdienen. Shotgun Stories musste 2 Jahre warten, bis er in die deutschen Kinos kommen konnte. Das Warten hat sich jedoch gelohnt.

Arkansas in den 30ern, Son, Boy und Kid wachsen mit ihrer verbitterten Mutter zusammen auf, nachdem sie von ihrem trinkenden und gewalttätigen Vater verlassen wurden. Der hat danach jedoch eine Wandlung durchgemacht. Trocken und zum Glauben gekehrt, hat er sich mit einer neuen Familie und vier Söhnen ein neues und vor allem glückliches Leben aufgebaut.
Als er stirbt, kommt es zwischen Son, Boy und Kid und ihren Stiefbrüdern zu einem Zwist, die unterschiedlichen Gesichter ihres Vaters in den Erinnerungen seiner Kinder lassen einen Konflikt entstehen, der mehr und mehr außer Kontrolle gerät. Weiterlesen »


6. September 2009

Was macht Hollywood, wenn ein Konzept für einen Film aufgeht und das Publikum in Scharen das Kino stürmt? Es immer und immer wieder kopieren, wiederholen und ausschlachten.

Das Traumduo aus “My Big Fat Greek Wedding” findet sich in der neuen Komödie I hate Valentine’s Day wieder und lässt es gewohnt voraussehbar funken.
Floristin Genevieve Gernier (Nia Vardalos) hat eine goldene Regel: Nach 5 Dates ist der Zauber des ersten Verliebtseins vorbei und deshalb lässt sie es gar nicht erst zum sechsten Date kommen. Als sie Greg Gatlin (John Corbett) trifft, ändert sich ihre Meinung jedoch schnell, aber anscheinend sieht Greg das nicht so, oder? Weiterlesen »


6. September 2009

Der Roman von Audrey Niffenegger war ein Bestseller, der mit seiner ungewöhnlichen Liebesgeschichte berührte. Ob die Verfilmung genauso viel Erfolg hat, wird sich zeigen.

Als die 20-jährige Clare Abshire (Rachel McAdams) eines Tages ihre große Liebe, den 28-jährigen Henry DeTamble (Eric Bana) in einer Bibliothek trifft, weiß sie bereits alles über ihn, aber er hat sie noch nie in seinem Leben gesehen. Er hat sie jedoch schon mit 6 Jahren getroffen.
Henry ist durch einen genetischen Defekt dazu verdammt, ständig durch die Zeit zu reisen, ohne Anhalt, wo und wann er wieder auftauchen wird. Die Liebe zwischen den Beiden wird immer wieder durch seine unberechenbaren Sprünge durcheinander gebracht und irgendwie muss Clare damit klar kommen, dass ihr Liebster unentwegt und zu jeder Zeit verschwinden kann, ohne zu wissen, ob er zu ihr zurück kommt und in welchem Zustand.

Weiterlesen »