September, 2008
Der Baader-Meinhof-Komplex. Rezension
“Der Baader-Meinhof-Komplex” ist ein rasanter Actionkrimi; spannend inszeniert, hervorragend produziert, mit fabelhaften Schauspielern besetzt.
Als deutlich Nachgeborenen lässt mich der Film allerdings, trotz seiner diversen Stärken, ziemlich ratlos zurück: Uli Edel beschränkt sich größtenteils auf die Ereignisse, d.h. die Bombenattentate, Brandstiftungen, Entführungen, Morde et cetera
der RAF, führt den Zuschauer aber zu wenig in die Tatsachen, also die sozialhistorischen Hintergründe des Terrorismus, ein.
Wir erfahren sehr wenig über die Ereignisse von 1968 - und das wenige, was wir erfahren, kommt in Form von schnell geschnittenen Nachrichten-Collagen daher; wir sehen also eigentlich nur dieselben Fetzen und Bruchstücke, die wir bereits aus dem Fernsehen kennen, erneut, ohne Erklärung, ohne Interpretation, kurzum: ausgesprochen karg. Daher eignet sich der Film weder als Dokument der Aufarbeitung noch als Einführung in die Geschichte der Baader-Meinhof-Gruppe.
Er ist, zynisch ausgedrückt, historisch inspiriertes Popcornkino.
Kinostarts am Donnerstag, den 24. September
Der Baader Meinhof Komplex
Bernd Eichinger wollte schon 1978 einen Film über die RAF-Terroristin Ulrike Meinhof drehen. Damals war ihm das Thema jedoch zu heikel. Jetzt kommt 2008, also ziemlich genau 30 Jahre später, ein Film nicht nur über Meinhof, sondern gleich über die ganze Gruppe. Klar, dass da Komplexität und Tiefgang ein wenig auf der Strecke bleiben und die Action publikumswirksam in den Vordergrund gerückt wird. Eichinger, durch seine bombastische Inszenierung des “Parfums” bei mir nicht unbedingt in guter Erinnerung, versucht sich jetzt also an einem politisch heiklen Thema. Ich sage voraus: Dieser Film wird beeindrucken, aber man wird ihn nach zwei Wochen wieder vergessen haben. Die Vorlage von Stefan Aust bleibt mit Sicherheit besser.
Wall-E - Der letzte räumt die Erde auf
Wall-E ist ein kleiner Roboter, der im Jahre 2800 auf der von Menschen verlassenen Erde Müll sammelt. Zusammen mit der Android-Dame Eve reist er dann in den Weltraum, wo er auf die degenerierte Menschheit trifft und eine Menge Abenteuer erlebt.
Ich LIEBE Pixar-Animationsfilme. Dieser hier ist nicht so gut wie Ratatouille, bewegt sich aber zwischen Zitaten, leichter Gesellschaftskritik, beeindruckenden Effekten und einem süßen Robo-Protagonisten. Unbedingt reingehen!
Love, Peace & Beatbox
Ein Dokumentationsfilm über die Berliner Beatbox-Szene. Der Film wird zusammengehalten von Wetlipz und Tobi, die auf einer Wiese chillen und dem Zuschauer das fünfte Element des HipHop näherbringen. Dazu gibts Battles, Konzerte und Einblicke, die zum Glück ohne klischeebelastete Off-Kommentare auskommen.
Henry Maske wird ab April 2009 eine seiner größten Herausforderung annehmen und das deutsche Box- Idol Max Schmeling spielen.
Seit zwei Monaten nimmt Maske jetzt schon Schauspielunterricht und hat bereits die ersten Teile des Drehbuches gelernt. Der 44- jährige war einer der größten Bewunderer des im Februar 2005 verstorbenen Boxers und gehörte zu seinen engsten Freunden. Er war sein Idol und es liegt Maske fern, sich mit Max Schmeling auf eine Stufe zu stellen: „Er ist ungleich größer als ich“, sagte er gegenüber der BILD.
Regisseur Uwe Boll glaubt, dass Maske die ideale Besetzung ist. „Beide waren Freunde, beide mussten harte Kämpfe durchstehen, beide sind Charakterköpfe“, so Boll in der BILD.
Beide waren Gentlemen-Boxer und beim Publikum gleichermaßen beliebt. Wer wenn nicht Henry Maske kann diese Legende des Sports so spielen, wie Max Schmeling uns auch allen in Erinnerung bleiben wird: Als ein Mann der wenigen Worte und der großen Taten.
Wenn der britische Regisseur Ridley Scott sich für einen Film verantwortlich zeichnet, dann kann man sich im Vorfeld einiges vom neuen Werk versprechen. Seine Reputationen wie „Gladiator“, „Black Hawk Down“, „Hannial“ und „Königreich der Himmel“ sind nicht gerade die schlechtesten. In seinem neuen Werk hat sich der Regisseur nun mit Russel Crowe einen alten Bekannten ins Boot geholt, auch wenn dieser weniger als Actionstar im Vordergrund steht, sondern vielmehr das lenkende Element des Filmes ist.
Roger Ferris (Leonardo DiCaprio) ist der Top-Agent des US-Geheimdienstes. Scheinbar spielend meistert er die Gefahren, die ihm im Alltag zwischen Bombenattentaten und Terroranschlägen begegnen. Jedoch existiert in seinem Leben ein Schwachpunkt, von dem Ferris vollkommen abhängig ist. Sein Leben und seine Arbeit werden von einer Stimme gelenkt, die über sein Schicksal bestimmt – es ist ein Mann ohne Identität.
The Strangers - Thriller für starke Nerven
In diesem Jahr wurde der geneigte Zuschauer schon mit allerhand 08/15-Horror regelrecht aus dem Kino gejagt. „The Strangers“ hingegen besitzt das Potenzial, die verloren gegangene Liebe zum Genre Horror neu zu entflammen. Das Regie-Debüt von Bryan Bertino ist eine wahre Wohltat für den genervten Kinogänger, lebt der Film doch unter anderem von der schauspielerischen Leistung der beiden Hauptdarsteller Scott Speedman und Liv Tyler, denen es eindrucksvoll gelingt, den Horror fühlbar zu machen.
James und Kirsten, ein junges Paar, kehren gerade von einer Party in das abgelegene Haus von James Eltern zurück. Allerdings droht der Beziehung eine harte Bewährungsprobe, hat die smarte Kirsten dem romantischen Heiratsantrag von James gerade eine Absage erteilt. So ziehen sich beide etwas zurück, um die emotionale Aufgewühltheit ein wenig verarbeiten zu können. Während zunächst eine verwirrte Frau kurzzeitig für Aufregung sorgt, scheint das Paar längst nicht mehr allein zu sein.
Durch eine sehr detaillierte Kameraführung und die emotionale Bindung an die beiden Hauptfiguren gelingt es Bertino den Zuschauer eine Nähe zu geben, der man sich nur schwer entziehen. Kurze Einblendungen der möglichen Gefahren erzeugen eben jenes Gefühl, die Figuren unbedingt warnen zu müssen. Dies geschieht mit einer solchen Eleganz und Leichtigkeit, dass Horror endlich wieder fühlbar wird.
Letztendlich ein gelungenes Werk, das sich zwar gängigen Mitteln des Genres bedient und teilweise neu Szene setzt. Sehenswerter Film!
The Strangers
Kinostart: 20.11.2008 / Thriller
DVD Special Editions - die SZ Cinemathek und die Focus DVD Edition
In den letzten Jahren treten sie auf dem DVD-Markt gehäuft auf: Die Sondereditionen. Meist von großen Zeitungen oder einem Magazin gesponsort, werden ausgewählte Filme in mehr oder weniger edler Aufmachung präsentiert.
Was vor ein paar Jahren noch neu und aufregend war, gehört mittlerweile schon fast zum guten Ton. Ich habe mir die Varianten von Focus und Süddeutscher Zeitung herausgesucht und verglichen. Weiterlesen »
Das Computerspiel „Far Cry“ war ein Erfolg. Am zweiten Oktober kommt nun der Film in die Kinos. Der Action – Film ist mit bekannten deutschen Filmgrößen besetzt, darunter Til Schweiger in der Hauptrolle als Jack Carver und Udo Kier als der seltsame „Dr. Krieger“.


